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Kopfschmerzen – Diagnostik und Therapie
Kopfschmerzen zählen zu den häufigsten neurologischen Beschwerden und können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen.
Differenzierte Diagnostik
Es werden über 200 verschiedene Kopfschmerzformen unterschieden, darunter primäre und sekundäre Ursachen. Die Abklärung umfasst eine präzise Einordnung der Kopfschmerzart sowie die Identifikation möglicher Auslöser und Begleiterkrankungen.
Im Garden of Synapses erfolgt eine strukturierte Diagnostik und eine individuell abgestimmte leitliniengerechte Behandlung.
Migräne
Migräne ist eine häufige neurologische Erkrankung mit erheblicher Auswirkung auf Alltag und Lebensqualität. In Deutschland sind etwa 10 bis 15 Prozent der Bevölkerung betroffen.
Was ist Migräne
Migräne ist eine neurobiologisch bedingte Erkrankung mit veränderter Reizverarbeitung im Gehirn. Eine zentrale Rolle spielt das trigemino vaskuläre System sowie der Botenstoff CGRP.
Formen der Migräne
- Migräne ohne Aura
- Migräne mit Aura
- Episodische Migräne
- Chronische Migräne
Diagnostik
- Strukturierte Anamnese und Kopfschmerztagebuch
- Neurologische Untersuchung
- Bildgebung bei unklaren Befunden
- Erfassung von Begleiterkrankungen
Therapie
Akuttherapie bei Migräne
- Ziel der Akuttherapie ist es, Schmerzintensität und Dauer der Attacken zu reduzieren sowie die Funktionsfähigkeit im Alltag möglichst schnell wiederherzustellen.
- Zum Einsatz kommen je nach Ausprägung und individueller Situation unterschiedliche medikamentöse Behandlungsansätze, darunter spezifische Migränetherapeutika sowie klassische Schmerzmittel. Die Auswahl erfolgt individuell und leitliniengerecht.
Prophylaxe bei chronischer Migräne
- Eine vorbeugende Therapie ist sinnvoll bei hoher Anfallshäufigkeit oder deutlicher Beeinträchtigung im Alltag.
- Zur Verfügung stehen verschiedene medikamentöse und interventionelle Behandlungsansätze, darunter orale Therapien, Injektionsverfahren sowie moderne, gezielt wirkende Antikörpertherapien.
- Die Auswahl der geeigneten Behandlung erfolgt individuell, unter Berücksichtigung der klinischen Situation und aktueller Leitlinien.
Nicht medikamentöse Maßnahmen
- Regelmäßiger Schlaf und stabiler Tagesrhythmus
- Ausdauerbewegung
- Entspannungsverfahren
- Triggerkontrolle
- Verhaltenstherapeutische Ansätze
Weitere Kopfschmerzformen
Cluster Kopfschmerz
Eine extrem schmerzhafte und seltene Form aus der Gruppe der trigemino autonomen Kopfschmerzen. Typisch sind intensive einseitige Attacken im Bereich von Auge und Schläfe, häufig begleitet von Tränenfluss, Nasenlaufen und ausgeprägter innerer Unruhe.
Spannungskopfschmerzen
Spannungskopfschmerzen sind die häufigste Form primärer Kopfschmerzen. Sie äußern sich typischerweise als beidseitiger, drückender oder ziehender Schmerz mit geringer bis mittlerer Intensität und ohne wesentliche Verstärkung durch körperliche Aktivität. Begleitende Symptome wie Übelkeit fehlen meist, Licht oder Lärmempfindlichkeit können jedoch auftreten.
Trigeminusneuralgie und trigemino autonome Kopfschmerzen
Seltene neurologische Erkrankungen mit sehr starken, einschießenden Schmerzen im Gesichts- oder Augenbereich. Eine präzise Differenzialdiagnostik ist entscheidend.
Medikamentenübergebrauchskopfschmerz (MOH)
Kopfschmerzen können durch einen zu häufigen Gebrauch von Schmerz- oder Migränemedikamenten selbst ausgelöst oder verstärkt werden. Dieses Krankheitsbild wird als Medikamentenübergebrauchskopfschmerz bezeichnet.